Dienstag, 28. November 2006

pastperfect

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1. Welche geschichtliche Zugänge eröffnet pastperfect?

Das Projekt pastperfect beschäftigt sich mit dem Europa zwischen 1492 und 1558. Verschiedenste Aspekte der Epoche werden wie das nachfolgende Zitat aus der Projektbeschreibung illustriert aufgegriffen: "Der Dauerkonflikt zwischen dem Habsburgerreich und Frankreich, das Eingreifen Englands in die Kontinentalpolitik, die gegensätzlichen Interessen von Papst und Kaiser sowie kriegerische Auseinandersetzungen mit den Osmanen im Osten und im Mittelmeerraum prägen das politische Bild Europas.“
Pastperfect will sich nicht auf die „Geschichte der großen Männer“ reduzieren sondern Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Alltags-, Kultur- und Gendergeschichte gleichwertig mit einbeziehen in didaktische Aufbereitung dieses Internetportals. Es ist eine Ansammlung aus historischen Fallbeispielen die inhaltlich miteinander in Verbindung stehen.

2. Beschreiben Sie das Projekt pastperfect!
Das Projekt pastperfect ist in Kooperation des Institutes der Geschichte der Universität Wien mit Van Gogh TV entstanden. Unter der Leitung von Prof. Schmale arbeiteten Jokob Kramertisch, Josef Köstlabuer, Florian Schmeiser, Susanne Schuda, Martin Schmitz, Philip Hangl, Peter Koger und Susanne Gudowius und andere – insgesamt 40 Personen gestalteten ein Jahr lang inhaltlich, didaktisch und technisch dieses Projekt. Es wurde vom Jubiläumsfonds der österreichischen Nationalbank und der Stadt Wien gefördert.

3. Erklären Sie, wie man sich durch das Angebot von pastperfect bewegen kann:
Es gibt eine Textversion und eine Flashversion von pastperfect. Erstere ist merklich schlicht gehalten und verwendet auch außer der Menüleiste weder farbliche Markierungen noch einen Hintergrund. Die Flashversion ermöglicht das Navigieren durch die Plattform via einer virtuellen Europakarte und eines Kompass. Auf dem Kompass wird das gesuchte Jahr eingestellt und auf der Karte erscheinen die im diesem Jahr relevanten Orte. An der linken oberen Seite des Fensters kann aus den Menüpunkten Ereignisse, Kontext, Rezeption, Reflexion, Verlauf und Suche ausgewählt werden.

4. Was soll mit der Ebene “Rezeption” erreicht werden?
Bei der Ebene der Reflexion werden einige Themenkomplexe herausgegriffen und „in Form von rezeptionsgeschichtlichen Aufrissen durch die Jahrhunderte verfolgt“. Mittels einer Zeitleiste navigiert der Benutzer durch die Ebene und lernt unterschiedliche Interpretation „historischer Fakten“ kennen. Hierbei wird verdeutlicht, dass sich die Geschichte ständig in Bewegung befindet und nicht statisch zu begreifen ist.

5. Was soll mit der Ebene “Reflexionen” erreicht werden?
Die Ebene der Reflexionen bildet die Umsetzung des wissenschaftstheoretischen Fragehorizonts des Projekts pastperfekt. „Zentrale Fragen und Problemstellungen, die dem Projekt zu Grunde liegen bzw. im Zuge der Realisierung an die Oberfläche traten, werden in der Ebene der Reflexionen thematisiert.“

6. Entspricht pastperfect wissenschaftlichen Maßstäben?
Die Autoren sowie die Quellen für die einzelnen Textbausteine werden meist angegeben, somit denke ich sind die wissenschaftlichen Maßstäben großteils erfüllt.

7. Welchen didaktischen Prinzipien folgt pastperfect?
Sobald man die (zumindest für mich) gewöhnungsbedürftige und nicht einfach zu handhabende Navigation durchschaut hat ist pastperfekt sicherlich als begeleitendes Lehrmittel des Geschichtsunterrichts geeignet. Die Inhalte sind verständlich aufbereitet und auch Personen mit wenig Vorwissen über diese Epochen geeignet. Das spielerische Navigation und das sehr eindrucksvolle Layout sind augenscheinlich auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet. Nach einführenden Erläuterungen einer Lehrperson ist es sehr gut für diese Altergruppe geeignet.

8. Ziehen Sie ein persönliches Fazit der Seite!
Mein Browser hatte streckenweise Probleme mit den aufwendigen Flash-Animationen, auch habe ich die langen Wartezeiten in der Flash-Version als teilweise störend empfunden. Inhaltlich ist pastperfect allerdings großartig und spannend aufbereitet. Ich würde mir wünschen, wenn diese Art des historischen Portals auch auf andere Epochen ausgeweitet wird. Negativ muss ich allerdings die Leserlichkeit der Projektbeschreibung herausheben, die weiße Schrift auf türkisem Untergrund war nur sehr schwer zu lesen.

M4 Andreas Csar

KU Informatik und Medien in der Geschichtswissenschaft O. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schmale

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